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Recycling & Abfallwirtschaft

Recycling in Deutschland

Papier, Pappe und Kartonagen gehören auf Grund ihrer vergleichsweise einfachen Weiterverarbeitung seit langem zu den am stärksten recycelten Wertstoffenin Deutschland. Aktuell senkt das Recycling von Altpapier unsere Treibhausgasemissionen bereits um gut 5,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr. Doch die gesammelte Papiermenge lässt sich noch steigern. Denn auch heute noch wird ein Teil der recyclebaren Papierabfälle mit dem Restmüll entsorgt.

Glas gehört zu den klassischen Recycling-Wertstoffen in der Bundesrepublik. In der aktuellen Studie wurde das zukünftige Potenzial von Glas nicht weiter untersucht. Es entlastet aber heute das Klima bereits um 897.000 Tonnen CO2-Äquivalente.

Leichtverpackungen werden derzeit in der sogenannten gelben Tonne gesammelt. Durch die Einführung einer Wertstofftonne und der damit verbundenen Ausweitung der Erfassung auf materialgleiche Nichtverpackungen und gegebenenfalls auch Elektrokleingeräte könnte die Gesamtmenge der wiedergewonnenen Wertstoffe erheblich gesteigert werden. Deren Qualität wiederum kanndurch verbesserte Aufbereitungstechnik erhöhtwerden, so dass diese hochwertigere Primärrohstoffeersetzen können.

Altholz trägt einen erheblichen Teil zur positiven Klimabilanz der Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland bei, obwohl die stoffliche Verwertung von Altholz selbst zu keiner nennenswerten Einsparung von Treibhausgasen führt. Da aber aktuell von einem hohen Nutzungsdruck für Hölzer auszugehen ist, wird die geschonte Holzmenge voraussichtlich als regenerativer Energieträger in Heizkraftwerken klimaneutral energetisch verwendet.

Bio- und Grünabfälle werden derzeit noch überwiegend kompostiert. Bioabfall nahezu vollständig, Grünabfall nur selten in geschlossenen Anlagen. Aus Sicht des Klimaschutzes ergeben sich Einsparpotenziale durch den Einsatz anaerober Vergärungsstufen, der Steigerung einer hochwertigen Kompostanwendung und durch den Aufbau geschlossener Kompostieranlagen. Die aus der Vergärung gewonnenen Biogase werden in Blockheizkraftwerken energetisch genutzt.

Restabfall wird in der Regel direkt in Müllverbrennungsanlagen thermisch entsorgt oder zunächst zur weiteren Behandlung mechanisch aufbereitet, um die heizwertreichen Anteile effizient energetisch zu nutzen. Schon heute trägt die Restabfallentsorgung mit 2,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente zur Entlastung des Klimas bei. Durch effizientere Anlagen können es 2020 3,9 Millionen Tonnen sein – obwohl durch stärkeres Recycling die Restmüllmenge abnehmen wird.

Vermeidung und Minimierung von Abfällen in der Firma

Das Ziel jeder Firma sollte es sein Müll zu vermeiden - das ist jedoch nicht immer möglich. Diese schematische Pyramide dient dabei als Eckpfeiler des Entsorgungsmanagements und stellt dar, welche Möglichkeiten es im Umgang mit Müll gibt, basierend auf den Auswirkungen auf die Umwelt.

Das Hauptziel ist es, den größtmöglichen Gewinn aus den gegebenen Ressourcen und Produkten zu ziehen und gleichzeitig die daraus folgende Erzeugung von Müll zu minimieren.

Je höher man in der Hierarchie steigt, desto mehr finanzielle Mittel und Ressourcen können eingespart werden. Außerdem wird der Ruf der Firma verbessert und die Auswirkungen auf die Umwelt werden reduziert.

Vermeidung und Minimierung von Abfällen in der Bürowelt

Abfallentsorgung in Deutschland

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich für die deutsche Abfallwirtschaft viel verändert. Aus reinen Entsorgern sind hochspezialisierte Versorger, Experten für Recycling und effiziente Verwerter hervorgegangen.

In Deutschland fallen jährlich gut 40 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle und knapp sieben Millionen Tonnen Altholz an. Bereits heute werden Wertstoffe aus einem Großteil dieser Mengen (ca. 62 Prozent) getrennt, erfasst und stofflich oder energetisch verwertet.

Schon die thermische Nutzung des Restmülls leistet einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Beim Recycling gewinnt man darüber hinaus nicht nur wertvolle Rohstoffe zurück, es hilft auch aktiv das Klima zu entlasten.

Die hierdurch gewonnenen Sekundärrohstoffe senken in der Herstellung von Papier, Kunststoff, Glas und Metall nach Angaben der Produzenten den Energiebedarf um bis zu 50 Prozent.

Weltmeister im Recycling

Deutschland weist schon heute die weltweit höchsten Recyclingquoten auf – gerade auch bei den aus Klimasicht relevanten Wertstoffen. Die deutlichsten CO2 Einsparungen werden durch das Recycling von Papier, Pappe und Kartonagen sowie Altholz erreicht. Gefolgt vom Recycling der Leichtverpackungen und der energetischen Nutzung des Restmülls.

Abfallentsorgung in Deutschland - Weltmeister im Recycling